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Häufig gestellte Fragen zu Augenpflastern

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Was versteht man unter einer Sehschwäche?

Wenn ein oder beide Augen trotz richtiger Brille nicht die vollständige Sehschärfe erreichen, spricht man von einer Sehschwäche (Amblyopie). Die häufigsten Ursachen für eine Sehschwäche sind:

  • Kurz- und Weitsichtigkeit
  • Hornhautverkrümmung
  • Augenzittern
  • Schielen

Was ist eigentlich Schielen?

Bei einer beständigen oder immer wieder auftretenden Fehlstellung der Augen spricht man von Schielen. Ausmaß und Richtung dieser Fehlstellung können sehr unterschiedlich sein. Über die Gründe für das Schielen wird Sie Ihr Augenarzt & Augenärztin oder Ihr Orthoptist & Orthoptistin aufklären.

Übrigens: “Kindliches Schielen”, auch wenn es nur zeitweise auftritt, ist ab spätestens dem 6. Lebensmonat nicht mehr altersgemäß und sollte in einer Augenarztpraxis abgeklärt werden. Dies gilt auch für jede andere das kindliche Sehen betreffende Unsicherheit. Zum Teil kann die Therapie bereits im Säuglingsalter begonnen werden.

Wie lange dauert die Augenpflaster-Therapie?

Wie lange die Augenpflaster-Therapie dauert und wie häufig und wie lange das Auge abgeklebt werden muss, erfahren Sie von Ihrer Orthoptistin oder Ihrem Augenarzt/Ihrer Augenärztin.

Welche Folgen können Sehschwächen haben, wenn sie nicht behandelt werden?

Der Erwerb des vollen Sehvermögens ist bei Kindern erst etwa um das 10. Lebensjahr herum abgeschlossen. Dieser Lernprozess kann durch das Schielen gestört werden. Wird eine Sehschwäche im Kindesalter nicht durch eine Pflaster-Therapie und ggf. Brille behandelt, bleibt die Sehschwäche lebenslang bestehen. Es ist dem Kind nicht mehr möglich, beidäugiges oder dreidimensionales Sehen zu erlernen!

In welchen Situationen ist mein Kind beeinträchtigt?

Bei einer Sehschwäche sind Beeinträchtigungen möglich, und zwar z. B. in folgenden Situationen:

  • beim Fahrradfahren
  • beim Spielen und Klettern
  • beim Malen und Lesen
  • sowie später bei der Berufswahl
  • oder beim Erwerb des Führerscheins

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Zunächst ist in einer Augenarztpraxis zu klären, ob Ihr Kind eine Brille benötigt. Wird eine Brille verordnet, ist es wichtig, dass diese immer – auch in Kombination mit dem Augenpflaster – getragen wird.

Um das sehschwache Auge zu trainieren, wird das gut sehende Auge mit einem Augenpflaster abgeklebt.

Je früher mit der Behandlung begonnen wird und je konsequenter sie durchgeführt wird, desto größer ist der Behandlungserfolg.

Was ist beim Aufkleben des Augenpflasters zu beachten?

Die Haut um das Auge herum muss sauber, trocken und cremefrei sein. Die weiße Innenauflage sollte das Auge gut bedecken. Die schmale, eingeschnittene Seite zeigt zur Nase. Die Pflasterränder werden angedrückt. Nach dem Entfernen des Pflasters kann die Haut um das Auge herum eingecremt werden.

Augenpflaster kleben

Was kann ich tun, wenn das Pflaster zu fest klebt?

Sollten Sie einmal das Gefühl haben, dass das Pflaster fester als bei Ihrem Kind notwendig klebt, dann kleben Sie es kurz auf dem Unterarm vor, bevor Sie es Ihrem Kind auf das Auge kleben oder cremen Sie Ihr Kind einige Minuten vor dem Pflasterkleben um das Auge herum mit einer nicht zu fetthaltigen Creme oder Lotion ein!

Wenn das Entfernen des Augenpflasters zu schwierig ist, betupfen Sie zuvor die Pflasterränder vorsichtig mit etwas Wasser und lassen es kurz einziehen. Das Pflaster lässt sich anschließend, beginnend an der Nase, hin zum Rand des Gesichtes, sanft entfernen.

Was kann ich als Elternteil tun, um mein Kind zu unterstützen?

Gerade zu Beginn der Augenpflaster-Behandlung, kann sich Ihr Kind in manchen Situationen unsicher fühlen. Beschäftigen Sie sich intensiv mit Ihrem Kind und erklären Sie ihm, warum das regelmäßige Tragen des Augenpflasters so wichtig ist.

Wo finde ich kompetente Ansprechpartner/innen?

Während der gesamten Augenpflaster-Therapie begleiten und beraten Sie Ihre Augenärzte & Augenärztinnen sowie Orthoptisten & Orthoptistinnen. Um den gewünschten Therapie-Erfolg zu erzielen, ist es wichtig, dass Sie deren Anleitungen beachten und die Kontrolltermine einhalten.

Auch nach Abschluss der Pflaster-Therapie sollen die Augen weiterhin regelmäßig untersucht werden.

Was ist Strabismus?

Strabismus bedeutet Schielen, d.h. eine beständige oder immer wieder auftretende Fehlstellung eines oder beider Augen.

Was bedeutet Okklusionstherapie?

Die Okklusionstherapie bezeichnet das zeitweilige Abkleben des besser sehenden Auges mit einem Augenpflaster zur Aktivierung des sehschwachen Auges.

Was macht ein/e Orthoptist/in?

Orthoptisten & Orthoptistinnen sind staatlich anerkannte Fachkräfte zur Verhütung, Erkennung und Behandlung von Sehstörungen und Schielen. Orthoptisten & Orthoptistinnen arbeiten unter anderem in Augenarztpraxen, Augenkliniken, Krankenhäusern und Frühförderstellen.

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Was ist Astigmatismus?

Astigmatismus bezeichnet eine besondere Art von Hornhautverkrümmung (Stabsichtigkeit). Das Kind sieht in der Ferne und in der Nähe alles schief.

Was ist Myopie?

Myopie bedeutet Kurzsichtigkeit. Kurzsichtige Kinder sehen in der Ferne unscharf.

Was ist Hyperopie?

Hyperopie bedeutet Weitsichtigkeit. Weitsichtige Kinder sehen in der Nähe unscharf.

Was ist Anisometropie?

Unterscheiden sich das rechte und das linke Auge in der Art oder dem Ausmaß bestimmter optischer Fehlsichtigkeiten, so nennt man dies eine Anisometropie. Die Unterschiede können sehr vielfältig sein. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein Auge kurzsichtig ist und das andere weitsichtig.

Es kommt auch vor, dass ein Auge nur sehr gering weitsichtig ist, während das andere eine sehr starke Weitsichtigkeit besitzt. Für Kurzsichtigkeit und Stabsichtigkeit kann dies ebenso gelten.

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Piratoplast ist eine Marke des Unternehmens Dr. Ausbüttel

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Piratoplast ist eine Marke des Unternehmens Dr. Ausbüttel und eine Schwestermarke von DRACO®

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