Piratoplast Sanft zur Kinderhaut

Rückblick: Digitaler O-Tag

Am 24. Januar 2026 fand der 1. Digitale Orthoptistinnen-Tag statt – mit spannenden fachlichen Impulsen, interdisziplinärem Austausch und praxisnahen Diskussionen.

Ob Myopieprophylaxe, visuelle Wahrnehmungsstörungen oder der Berufsalltag in der Orthoptik: Die Beiträge haben gezeigt, wie vielfältig und relevant das Fachgebiet ist.

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Video-Highlights und Informationen rund um das Event.

Frau sitzt lächelnd vor Laptop

Rückblick und Programm

Mit dem 1. Digitalen Orthoptistinnen-Tag haben wir ein neues Veranstaltungsformat erprobt – mit positiver Resonanz. Mit über 300 Anmeldungen und über 250 aktiv Teilnehmenden zeigte sich deutlich, dass das digitale Online-Format gut angenommen wurde.

Das Event bot vor allem fundierten fachlichen Input, ergänzt durch Austauschformate und Diskussionen. Der digitale Rahmen ermöglichte es, Inhalte ortsunabhängig zu vermitteln und fachliche Fragestellungen praxisnah zu vertiefen.

Durch den Tag führte Ulf Lucas, Leiter von Piratoplast, der die Programmpunkte moderierte und die inhaltlichen Übergänge begleitete.

Das Programm verband wissenschaftliche Impulse mit praxisrelevanter Einordnung und gliederte sich in folgende inhaltliche Schwerpunkte:

  • Keynote: Neue Perspektiven in der Myopieprophylaxe
    Aktuelle Studien, therapeutische Einordnung und praxisrelevante Empfehlungen für den klinischen Alltag.
  • Podiumsdiskussion: Visuelle Wahrnehmungsstörungen interdisziplinär betrachtet
    Medizinische, neuropsychologische und orthoptische Perspektiven auf CVI und angrenzende Themen mit aktiver Beteiligung des Fachpublikums.
  • Workshops & Austauschräume
    Vertiefende Workshops zu praxisbezogenen Themen sowie digitale Räume für den kollegialen Austausch.
    Hinweis: Die Workshops und Austauschräume fanden in geschütztem Rahmen statt und wurden nicht aufgezeichnet.

Insgesamt stand die fachliche Weiterbildung im Mittelpunkt – mit Inhalten, die sowohl aktuelle Forschung als auch den Praxisalltag in der Orthoptik adressierten.

Keynote: Neue Perspektiven in der Myopieprophylaxe

In der Keynote wurden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Myopieprophylaxe vorgestellt und in den klinischen Alltag eingeordnet. Im Fokus standen Studienlage, therapeutische Ansätze und praxisrelevante Empfehlungen für die Versorgung von Kindern mit Myopie.

  • Referent: Prof. Dr. Michael Schittkowski
  • Themenschwerpunkte: Forschung, Therapieansätze, klinische Praxis
Facharzt für Augenheilkunde
Prof. Dr. Michael Schittkowski
Prof. Dr. Schittkowski
Prof. Dr. Michael Schittkowski leitet den Bereich Strabologie, Neuroophthalmologie und okuloplastische Chirurgie an der Universitäts-Augenklinik Göttingen. Mit seiner langjährigen klinischen und wissenschaftlichen Erfahrung zählt er zu den führenden Experten auf diesem Gebiet.

Podiumsdiskussion: Visuelle Wahrnehmungsstörungen interdisziplinär betrachtet

Wie lassen sich visuelle Wahrnehmungsstörungen besser verstehen und begleiten?
In der Podiumsdiskussion wurden medizinische, neuropsychologische und orthoptische Perspektiven zusammengeführt und praxisnah diskutiert.

  • Mit Ute Marxsen, Dr. Lydia Unterberger und Dr. Thomas Katlun
  • Schwerpunkte: CVI, Diagnostik, Therapieansätze, interdisziplinäre Zusammenarbeit

Mehr zu den Experten:

Orthoptistin
Ute Marxsen
Ute Marxsen
Ute Marxsen ist eine erfahrene Orthoptistin aus Heidelberg. Sie ist in einer Augenarztpraxis mit dem Schwerpunkt Kinder- und Neuroophthalmologie und in den Schmieder Kliniken, einer neurologischen Rehabilitationsklinik, tätig. Sie hat Weiterbildungen in allen Bereichen der Neuroophthalmologie und im Bereich der visuelle Wahrnehmung- und Verarbeitungsstörungen absolviert und ist eine Spezialistin für Neuro-Orthoptik und visuelle Rehabilitation.
Klinische Neuropsychologin und approbierte Psychologische Psychotherapeutin
Dr. Lydia Unterberger
Dr. Lydia Unterberger ist Klinische Neuropsychologin und Psychologische Psychotherapeutin mit eigener Praxis. Seit ihrer Dissertation 2012 zu visuellen Wahrnehmungsstörungen ist sie in Forschung, Praxis und Lehre zu diesem Thema tätig.
Facharzt für Augenheilkunde und Sportmedizin
Dr. Thomas Katlun
Dr. Thomas Katlun
Dr. Thomas Katlun ist seit über 35 Jahren in der Augenheilkunde tätig und leitet seine Praxis in Heidelberg. Neben seiner augenärztlichen Tätigkeit engagiert es sich im Bereich Sportaugenheilkunde. Dabei werden Sportlerinnen und Sportlern vom Profi bis zur Amateur betreut. Dies ermöglicht den Blick über die Standardaugenheilkunde hinaus zu richten. In diesem Setting spielt auch die visuelle Wahrnehmung eine wichtige Rolle. Erkenntnisse aus dem Sport und dem täglichen Leben ermöglichen zusammen eine gute Diagnostik und Beratung von Menschen die mit den unterschiedlichsten Neurodiversitäten.

Workshops und Austauschräume

Ergänzend zu Keynote und Podiumsdiskussion bot der Digitale Orthoptistinnen-Tag 2026 mehrere praxisorientierte Workshops sowie offene Austauschräume. Die Workshops dienten der fachlichen Vertiefung ausgewählter Themen und richteten sich insbesondere an Jungorthoptistinnen und Jungorthoptisten sowie an Berufseinsteigende.

Hinweis: Die Workshops und Austauschräume fanden in geschütztem Rahmen statt und wurden nicht aufgezeichnet.

Mit Kindern auf Augenhöhe – Kommunikation, die Vertrauen schafft

Der Workshop zeigte, wie eine feinfühlige und bewusste Kommunikation Untersuchungsmomente mit Kindern positiv beeinflussen kann. Anhand praxisnaher Beispiele wurde vermittelt, wie durch Sprache, Stimme und Haltung Sicherheit aufgebaut, Kinder freundlich angeleitet und Eltern souverän einbezogen werden können. Ziel war es, Untersuchungen entspannter zu gestalten und Vertrauen auf beiden Seiten zu fördern.

Referentin:
Annette Schoeneck

Die zentrale Rolle von Orthoptistinnen und Orthoptisten im Myopiemanagement

Der Workshop verdeutlichte die zentrale Rolle von Orthoptistinnen und Orthoptisten im Myopiemanagement. Thematisiert wurden Früherkennung und Verlaufskontrolle, Aufklärung und Prävention sowie die Bedeutung einer kontinuierlichen Therapiebegleitung. Der fachliche Fokus lag darauf, wie alltagsnahe Strategien, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine langfristige Motivation von Familien dazu beitragen können, den Myopieverlauf bei Kindern wirksam zu beeinflussen.

Referentin:
Mobina Qaderinikoo

Erfahrungsaustausch für Auszubildende und Berufseinsteigende

Dieser Workshop richtete sich an Auszubildende und Berufseinsteigende und bot Raum für den offenen Austausch zu typischen Herausforderungen im Praxisalltag. Im Mittelpunkt standen organisatorische Fragen, der Umgang mit besonderen Kindern, die Kommunikation mit herausfordernden Eltern sowie die Zusammenarbeit im Praxisteam. Ziel war es, Sicherheit zu vermitteln und praxisnahe Impulse für einen gelingenden Start in den orthoptischen Berufsalltag zu geben.

Referentinnen:
Alexandra Morgenstern
Julia Seitter

Referentinnen der Workshops

Diplom-Sozialpädagogin
Annette Schoeneck
Diplom-Sozialpädagogin Annette Schöneck
Annette Schoeneck ist Diplom-Sozialpädagogin, Psychomotorik-Therapeutin und Lic. Marte Meo Supervisorin. Seit über 25 Jahren zeigt sie, wie feinfühlige Kommunikation Vertrauen stärkt und den Alltag mit Kindern erleichtert.
Orthoptistin
Mobina Qaderinikoo
Mobina Qaderinikoo ist Orthoptistin mit Spezialisierung in Neuroorthoptik, neurovisueller Rehabilitation und Myopiemanagement und leitet seit 2025 diese Bereiche an der Augenklinik Dardenne. Parallel absolviert sie ein Masterstudium in Neuropsychologie und Neuropädagogik.
Orthoptistin
Alexandra Morgenstern
Alexandra Morgenstern ist seit über 30 Jahren als Orthoptistin tätig und arbeitete in verschiedenen augenärztlichen Praxen sowie an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt. Durch ihre vielfältige Erfahrung in unterschiedlichen Versorgungsstrukturen, einschließlich der Cataract-Chirurgie, verfügt sie über ein breites praktisches Spektrum.
Augenoptikerin und Orthoptistin
Julia Seitter
Julia Seitter ist Augenoptikerin und Orthoptistin mit über 20 Jahren Erfahrung, spezialisiert auf Low Vision, visuelle Verarbeitungsstörungen und Teilleistungsstörungen. Durch ihr Psychologiestudium bringt sie zusätzlich gesundheitspsychologische Perspektiven in ihre Arbeit ein.

Austauschräume – kollegialer Dialog im digitalen Format

Die Teilnehmenden wurden in kleinere Break-out-Gruppen eingeteilt und konnten sich dort ungezwungen zu eigenen Fragestellungen aus dem Praxisalltag austauschen. Die Austauschräume boten dabei Raum für fachlichen Dialog, kollegiale Vernetzung und den gemeinsamen Blick auf unterschiedliche praktische Erfahrungen.

Aufzeichnung, Ausblick und Dank

Aufzeichnung ansehen

Die vollständige Aufzeichnung des Digitalen Orthoptistinnen-Tags 2026 steht Ihnen hier zur Verfügung.
Die Workshops und Austauschräume wurden aus Datenschutzgründen nicht aufgezeichnet.

Zur vollständigen Aufzeichnung

Ausblick

Die Rückmeldungen aus dem Teilnehmerkreis – sowohl organisatorische Hinweise als auch Anregungen zur Gestaltung der Austauschformate – fließen in die Planung zukünftiger Veranstaltungen ein.

Der Digitale Orthoptistinnen-Tag richtet sich an fachlich Interessierte aus der Orthoptik und angrenzenden Bereichen.
Weitere Impulse oder Anregungen sind jederzeit willkommen.

Fachliche Impulse oder Hinweise teilen

Dank

Wir bedanken uns herzlich bei allen Referentinnen und Referenten für ihre fachlichen Beiträge sowie bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement, ihre Fragen und den kollegialen Austausch.

Gemeinsam haben Sie den Digitalen Orthoptistinnen-Tag 2026 zu einem fachlich fundierten und lebendigen Format gemacht.

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